Auf dem historischen Gelände der Lehmgruben am Wienerberg in Wien wurde die Biotope City Wienerberg erstellt. Es ist das erste große Quartier, welches das Konzept einer Biotope City städtebaulich und baulich umgesetzt hat: ein klimaresilientes, grünes und naturinklusives Quartier, das gleichzeitig eine sehr dichte Bebauung aufweist.

Das Projekt, das von 7 Wohnungsbaugesellschaften realisiert wurde, ist während des gesamten Bauprozesses wissenschaftlich begleitet worden von einem interdisziplinären Team der Universität für Bodenkultur zusammen mit der Stiftung Biotope City.

In vielen Bereichen hat dieses Quartier Neuland betreten. Das Forschungsteam hat das Geschehen Schritt für Schritt verfolgt, die Erfahrungen evaluiert und quasi als Lernschritte Hinweise für Folgeprojekte ausgearbeitet. Dabei ging es vor allem darum, die Punkte herauszustellen, die eine besondere Beachtung brauchen, um diesen neuen Ansatz zu realisieren – so z.B. Kooperation und Koordination von zum Teil neuen Disziplinen auf Augenhöhe, wie Klimatologie, Bodenkunde, Kreislaufwirtschaft, Biologie und lokal-spezifische Pflanzenkunde.

Ein besonderes Augenmerk gilt auch der Projektsteuerung und der Qualitätssicherung sowie dem Einbeziehen von Verwaltung und Pflege von Gebäuden und Freiraumplanung von Anfang an, da ein Teil jedes Gebäudes nach Fertigstellung ‘weiter wächst’ und einer speziellen Betreuung bedarf, die zuvor planerischen und gestalterisch berücksichtigt werden muss. Es geht letzlich um eine sehr komplexe und viel weiterreichende Verschränkung von Stadt und Ökologie mit Flora und Fauna, als dies bislang üblich war.

Aus der wissenschaftlichen Betreuung ist ein Handbuch entstanden, eine wichtige Bauanleitung für weitere klimaresiliente, grüne und naturinklusive Stadtquartiere. Damit können zukünftige Projekte auf den Erfahrungen der Biotope City Wienerberg aufbauen und ihre Planung und Realisierung vereinfachen.

Die Bauanleitung ist entsprechend dem zeitlichen Ablauf von Planung und Realisierung gegliedert in 5 Hefte, die von den Grundlagen, dem Konzept und der ersten Klärung der lokalspezifischen Festlegung bis hin zur Pflege und Instandhaltung und dem Bewohnen und Benutzen reichen.

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Die einzelnen Hefte finden Sie hier zum Download: