GRÜNDÄCHER SIND EIN NATÜRLICHER HOCHWASSERSCHUTZ

...Green roofs assist with storm water management because water is stored by the substrate, then taken up by plants, and thus returned to the atmosphere through transpiration and evaporation. They also retain rainwater and moderate the temperature of the water and act as natural filters for the water that does run off. They delay the time at which runoff occurs, which results in decreased stress on sewer systems during peak periods...

Aus gegebenem Anlass, nämlich den erschreckenden lokalen Starkregengüssen und oft reissenden Überschwemmungen im Mai 2016, veröffentlichen wir eine Presseerklärung des österreichischen Dachverbands für Gebäudebegrünung: Die Ergebnisse eines Forschungsprojekts, die der Verband durchgeführt hat, zeigen, welchen grossen Beitrag die Gebäudebegrünung zur Milderung der Folgen von Starkregen liefern kann. Die Redaktion

 

"Neben den bekannten Vorzügen wie der Feinstaubfilterung, Kühlfunktion im Sommer, Wärmedämmung im Winter sowie CO2 Bindung samt Sauerstoffproduktion und ihrem Beitrag zur Biodiversität, können Gründächer auch für den Hochwasserschutz in stark versiegelten Gebieten eingesetzt werden. Denn sie speichern das Wasser bei Starkregen und geben dieses in geringerer Menge und erst verzögert an die Umwelt wieder ab.

Ein Mittel dagegen ist mit Beton und Asphalt versiegelte Flächen gegen begrünte, atmungsaktive Flächen auszutauschen, beziehungsweise bei Neubauten schon verstärkt Begrünungen an und rund um die Bauwerke einzuplanen. Denn Grünflächen wirken wie Schwämme und können bis zu 137 Liter Wasser pro Quadratmeter – das entspricht etwa einer Badewannenfüllung – bzw. zwischen 60 und 90 Prozent der Niederschläge speichern und den oberflächlichen Abfluss des Wassers reduzieren. Dies bewirkt wiederum eine Entlastung des Kanalsystems und vermindert die Gefahr von Überflutungen.

Im Zuge des vom Verband für Bauwerksbegrünung (VfB) initiierten Forschungsprojektes GrünStadtKlima wurde die Speicherleistung von Gründächern und der damit verbundene verzögerte Wasserabfluss bei einem 100jährigen Regenereignis simuliert. Wird eine 15 Quadratmeter große versiegelte Fläche 30 Minuten lang mit 200 Litern Wasser beregnet, fließt praktisch die gesamte Wassermenge innerhalb dieser 30 Minuten in den Kanal. Bei einer reduziert intensiv begrünten Fläche gleicher Größe werden hingegen rund 70% der Wassermenge dauerhaft gespeichert und die restlichen 30% beginnen erst nach rund einer Stunde langsam abzufließen. Das Kanalnetz würde bei Starkregen demnach stark entlastet werden.

In einer Großstadt wie Wien besteht enormes Wasserspeicherpotenzial, würden die bestehenden 8,5 Quadratkilometer versiegelte Flachdächer begrünt sein. 4,5 Milliarden Liter Wasser könnten dadurch dem Abwasser pro Jahr erspart bleiben – das entspricht dem Wiener Wasserverbrauch von etwa 20 Tagen!

So ganz nebenbei senken Gründächer nicht nur die Hochwasser- und Überflutungsgefahr in stark verbauten Gebieten sondern sorgen durch den langsamen Verdunstungsprozess des Regenwassers auch für ein besseres Mikroklima in der Stadt. Ein weiterer Vorteil: das gespeicherte Wasser kann auch gesammelt und wieder verwendet werden – zum Beispiel für WC-Spülungen und Bewässerungen."

Kontakt für Rückfragen:
Verband für Bauwerksbegrünung (VfB), Dipl.-Ing. Vera Enzi, T: 0043-6506349631, office@gruenstattgrau.at