Manfred Köhler

Köhler absolvierte von 1976 bis 1980 ein Studium an der Technischen Universität Berlin am Fachbereich Landschaftsentwicklung und graduierte dort zum Diplom-Ingenieur für Landschaftsplanung. Im Anschluss arbeitete er freiberuflich an der TU Berlin in der Forschung und Lehre über stadtökologische Themen. 1987 folgte die Promotion zu ökologischen Funktionen von Fassadenbegrünungen. Nach einigen Jahren der Mitarbeit am Institut für Ökologie der Technischen Universität Berlin erfolgte zwischen 1990 und 1994 die geschäftsführende Tätigkeit an der Landschaftsökologischen Forschungsstelle in Bremen. Seit 1994 ist Manfred Köhler Hochschullehrer an der Hochschule Neubrandenburg und dort zuständig für das Lehrgebiet Landschaftsökologie.

 

Köhler befasst sich im Schwerpunkt mit Dachbegrünung, ökologischen Funktionen von Gründächern,Fassadenbegrünungen und Golfplatzplanungen. Er führt seit 1984 Daueruntersuchungen zur Biodiversität und zur Quantifizierung ökologischer Effekte an Gebäudebegrünungen durch. Ebenso arbeitet er an Eingriffsregelungen am Beispiel der Hafenentwicklung in Bremen. Seit 1994 plant er auch Golfplätze.Im selben Jahr wurde er Professor an der Hochschule Neubrandenburg für das Lehrgebiet Landschaftsökologie.

In der deutschen Fachvereinigung Bauwerksbegrünung (FBB) ist er zuständig für Auslandskontakte. Er vertritt die FBB im World Green Roof Infrastructure Network (WGRIN, dem Zusammenschluss von nunmehr 19 nationalen Verbänden der Green infrastructure. Verbänden, die sich für Gebäudebegrünung, einsetzen. Dieser Begriff umfasst die Fassaden-, Dach- und Innenraumbegrünung, sowie verwandte Technologien, wie etwa der Regenwasserbewirtschaftung und der Photovoltaik. Seit 2008 ist Manfred Köhler zum Präsidenten dieser, in Toronto registrierten Gesellschaft gewählt. Er ist weiterhin Mitglied im Bund Deutscher Landschaftsarchitekten.