GRÜNE INFRASTRUKTUR DURCH UMRÜSTUNG VORHANDENER BAUSUBSTANZ

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Presentation at the 1st European Green Urban Infrastructure Conference, Vienna, Nov. 2015

 

Umrüstung von Siedlungsbauten aus den 1950er b 1960er Jahren durch  Grüne Infrastruktur
Verbesserung der Lebensbedingungen für lebens- und liebenswerte Städte

War bis ins Mittelalter der Natur der Feind der Menschen vor dem man sich mit Stadtmauern schützen musste benötigen wir die Natur und die Ökologie heute stärker denn je.
Heutzutage fürchten die Menschen sich nicht mehr vor Grün in Ihren Lebensraum eindringt. Kommt das Grün das Grün zu nahe an die Wohnung heran wird oft befürchtet das ‚Parasiten‘ wie Spinnen oder Mäuse über Gebäudebegrünung eindringen könnten

Der fortschreitende Wandel von Umwelt, Wirtschaft und Kultur erfordert völlig neue Herangehensweisen der energetischen/funktionalen Stadtgestaltung. Das Potential dafür ist gegeben und man sollte alle Chancen nutzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Aufgabe stellt es sich wie die baulichen Probleme der wachsenden Stadt gelöst werden können.

Klar ist jedoch, dass Planungs-Prozesse nicht mehr einzeln, sondern in Verbindung mit einer Gesamtökologie  zu sehen sind.

Die zur Verfügung stehenden Flächen an sich sind meist nur rudimentär vergrösserbar. Es bleibt nur das Ausweichen in die Höhe und den Untergrund sowie die Umnutzung und Optimierung von bestehender Struktur.

Biosysteme und pflanzliche Architektur können einen neuen Betrag zur lebenswerteren Stadt liefern und die Verödung reaktivieren.

Seitens der kommunalen Verwaltung werden zu hohe Unterhaltskosten von grünen Vertikalstrukturen befürchtet
Nun bietet sich jedoch die Möglichkeit eines Wandels.
Bestimmt durch einen Auslöser den niemand für möglich gehalten hat.
Die Masse der Flüchtlinge die nach Europa kommen.
Wir alle wollen die neuen Bürgen so gut wie möglich integrieren sodass die Risiken vor nicht stattfindender sozialen Integration und finanziellen Katastrophe im weitgehendsten ausgeschlossen werden können.

Ich nehme Sie nun mit in die Zukunft, genauer gesagt in das Jahr 2020 gebe einen Rückblick über eine Erfolgsgeschichte, die keiner anhand der unterschätzen Masse der Flüchtlingen für möglich hielt.

Der Bedarf für die Vielzahl Wohnungsneubauten führte dazu das auch neue Wohnsysteme zu gefunden und zu realisiert wurden

Zuerst ließ der Fortschritt auf sich warten die Skeptiker und Gegner bekamen mehr Zulauf.
Keiner wusste wie man die Vielzahl der Flüchtlinge unterzubringen sollte und wie man den Wohnungsbedarf  befriedigen sollte.
Keiner wollte das ‚Ghettos‘ außerhalb der Städte entstehen lassen.
Die Flüchtlinge brauchten ein neues Zuhause abseits Ihres Heimaltlandes und Sie wollten sich integrieren und arbeiten und neue Existenzen aufbauen

Seitens der Bundesregierung fanden die Untersuchungsergebnisse von
Doug Saunders, dem Buchautor von ‘’Arrival City ‘’ großes Interesse. Das Bundesumweltminsiterium (BMUB)lud Saunders zum 9. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik mit dem Thema „Städtische Energien – Integration leben“ nach Leipzig ein. Dort stellte er die Kernthesen aufgrund seiner Untersuchungsergebnisse vor. 
Migranten Gesellschaften können die Metamorphose zu neuen Arbeitern und Unternehmern nur in einer hohen Bevölkerungsdichte in Stadtkernen oder in Randlage an Zentren Fuß fassen. Nur in dieser Dichte können Sie Netzwerke aufbauen, Mikrokredite erhalten und eigene Unternehmungen etablieren.

Dies und andere Faktorenführten zu einer Zeit des Überdenkens der bisherigen Erkenntnisse und eine Rückbesinnung zu den Werten natürlicher Ressourcen 
Darauf aufbauend ergaben sich neue Möglichkeiten der Entwicklung von einfach herzustellenden flexiblen Wohnsystemen für die hohe Anzahl der zu integrierenden Menschen.

 

 

 

Die Herausforderung und die Chance
zur nachhaltigen Integration in eine grüne, widerstandsfähige und lebenswerte Stadt 

Die Flüchtlingssituation erforderte ein sofortiges Handeln, sowie auch die Betrachtung eines längeren Prozesses in dem die zurückgelassenen Familienmitglieder nach Europa nachgeholt und in die Wohnbereiche integriert werden konnten
Außerdem erschwerte die Tatsache dass anfänglich einfach nicht genügend Flächen für Wohnung Neubauten zur Verfügung standen.

Europa hatte eine große Herausforderung. vor sich um die neue Situation zu schultern
Jedoch unterstützten die Regierung die jeweiligen Länder und Kommunen massiv mit Fördermitteln.
Ein Teil davon betraf die Förderung des Umbaus von Bestandsgebäuden.
Es zeigte sich das die Versuchung die erreichten Standards zu  lockern und zu unterlaufen groß war um schnell Abhilfe zu schaffen. Das konnte jedoch überwunden werden und es entstanden hoch innovative energieeffiziente und biodiverse organische Wohngebäude.

Umrüstung der Bestandgebäude

Teil des Unmutzungs- und Sanierungs-Prozesses waren die 50er und 60er Bauten.
Hier war relativ viel Reserve vorhanden und die Ertüchtigung stand sowieso an.
Eine einfache Lösung war es 3-4 m breite Balkonzonen dem Gebäude vorzusetzen.
Es wurden Pflanzgefäße integriert die wiederum mittels gesammelten Regenwassers bewässert wurden.

Eine andere Möglichkeit stellte eine größere Erweiterung durch Balkonzonen mit Kleingewächshäusern die den Wohnraum nach den heutigen Ansprüchen bis zu 20% zu vergrößerten, dar. Dabei mussten jedoch Eingriffe in die Fassade erfolgen und hohe Veranda Fenster  sorgten für die notwendige Belichtung.

Die Konstruktionen wurden berankt und mit Regenwasserspeichern, Solarmodulen und anderen Maßnahmen der Energieeffiizenz und des Steigerung des Mikroklimas ausgerüstet. Die Gebäude wurden zu Kraftwerken die sich selbst versorgten und sogar noch überschüssige Energie abgeben konnten.
Die Erdgeschosse wurden mit kleinen Räumen für Geschäftsgründungen, Kindergärten, Räumen für Zusammentreffen, sowie anderen Einrichtung des täglichen Lebens ausgestattet.

Nutzung der Zwischenzonen von Zeilenbauten

Eine weitere Möglichkeit führte dazu die meist nicht mehr attraktiven und wenig genutzten Zwischenbereiche für Modullaren Wohnungsneubau zu besetzten.

Kleine Wohneinheiten wurden in einer Art Gerüstsystem zusammengefügt und teilweise auch mit den Bestandbauten verbunden.
Es entstanden vertikale und horizontale Gärten, Höfe und Zellen zur Erholung und Begegnung und Integration der verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
Durch ‚Urban Farming‘ konnte die Neuankömmlinge ihr gewohntes Gemüse wie im Heimatland zuerst kleinmaßstäblich zur Eigenversorgung anbauen dann in größerem Maßstab auch vor Ort oder auf Märkten anbieten.

Letztendlich wurde die Energiewende maßgeblich durch die Sanierung der Bestandsgebäude der 50er bis 70er Bauten als neue Integrationslösungen erreicht

Die Gebäudeerweiterungen in den Zwischenfugen von bestehender Bebauung und der Einschluss grüner mit dem Gebäude verbundener Kraftwerke führten zu einer Vielzahl neuer Gärten, Produktionsstätten für Kleingewerbe, Flächen für soziale Aspekte und der Bildung 
 
Die Realisierung der Vision der neuen grünen Stadt war ein maßgeblicher Synergie Prozess der durch die Reaktivierung des öffentlichen Raums initialisiert wurde.
Die Veränderung von Straßen und Plätzen diente vielen Bevölkerungsgruppen
und Institutionen zur Information und Integration. Alle Interessierte wurde die Möglichkeit gegeben mitarbeiten und sich angemessen an der Planung der Umgestaltung, und dem damit verbundenen Ideenprozess der neuen Stadtentwicklung, zu beteiligen
Es erfolgte die Stärkung von Individueller Gestaltung der Stadträume zur Identifizierung des Bürgers mit seinem Umfeld und der Wiedererkennung die durch eine breite Informationspolitik unterstützt wurde